Geschichte

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Im Sommer 1991 gründeten couragierte Eltern (deren Kinder in Trimbach bei Olten das Judotraining besuchten) den Judo- und Selbstverteidigungsclub Rothrist. Die Gründungsversammlung fand am 19. September 1991 statt.
Der Luftschutzkeller des Fussballclubs wurde als Judo-Trainingsraum umfunktioniert. Das heisst, die kahlen Betonwände wurden mit Teppich überzogen und der Fussboden mit Matten ausgelegt. Sanitärenanlagen und Umkleidekabinen standen in den Anfängen des Judoclubs nicht zur Verfügung. 11 Kinder trafen sich fortan in Rothrist und wurden vom vormaligen Besitzer der Judoschule Trimbach, Heinz Zimmermann, trainiert.
Für den neuen Verein in Rothrist wurden neue Mitglieder gesucht. Dem Aufruf folgten viele interessierte Personen. Schon Ende Oktober 1991 besuchten 36 Kinder und 10 Erwachsene die verschiedenen Trainingseinheiten. Wahrlich ein Erfolg für den noch so jungen Verein. Allerdings verursachte der schnelle Zuwachs auch massive Raumprobleme. Es begann die Suche nach einem neuen geeigneten und bezahlbaren Trainingsraum in Rothrist.

Diese Suche war nicht von Erfolg gekrönt und der Vorstand wagte sich an ein Unterfangen, von welchem er zum Glück nicht wusste, welche Dimensionen dieses annehmen würde. An der ausserordentlichen Generalversammlung im Juni 1993 beschlossen die Vereinsmitglieder den Kauf eines Holzpavillons, welcher bis anhin in Olten als Behindertenheim genutzt wurde. Als neuer Standort für das Dojo war ein Areal im Bereich des Sportplatzes Stampfi in Rothrist vorgesehen. Als Auflage zum Kauf musste der Pavillon bis Ende 1993 abgebaut sein, Eile war geboten. Der Abbau in Olten wurde mit vielen Helfern aus den eigenen Reihen vorangetrieben. Das Material (Holzbalken, Isolationsmaterial, Dachträger, Wände, 23 Türen, unzählige Fenster, Badewannen, Schränke, Kochherd, Tische, Stühle u.v.m) wurden in Rothrist bei verschiedenen "Gewerblern" zwischengelagert, da die Baubewilligung am neuen Standort entgegen den Vorabklärungen, "noch" nicht erteilt wurde. In der Altjahrswoche 1993 wurden bei Schneegestöber die letzten Gartenplatten nach Rothrist gezügelt.

Im Anschluss folgten unzählige Verhandlungen mit der Gemeinde Rothrist, deren Behördevertretern und den Einwohnern von Rothrist. Dank dem Verhandlungsgeschick des damalige Präsident, welcher mit Elan und Hartnäckigkeit die Sache vorantrieb, erfolgte im Herbst 1994 der Spatenstich zum Aufbau des Clubhauses am Badiweg in Rothrist. Als besondere Herausforderung zeigte sich die Auflage der Gemeinde Rothrist, die Fernwärme des Hallenbades nutzen zu müssen. Dies verursachte hohe Investitionskosten. Die Lösung fand sich in einer bautechnischen Premiere. Mittels einem horizontal verlaufenden Bohrkopf und einem "durchgeschossenem Faden" verlegte man schlussendlich die Leitungen über eine Distanz von mehr als 200 m unter dem Fussballfeld hindurch ohne Grabungsarbeiten vornehmen zu müssen. Schweizweit wurde noch nie eine solange Leitung (ohne offenen Graben) unterirdisch verlegt. Damit war der Judoclub Rothrist ein "Versuchskaninchen" und erhielt eine massive Kostenreduktion.
Ein erklärtes Ziel der Vorstandsmitglieder war, das Dojo mit Helfern aus den eigenen Reihen, wenigen Fachkräften und möglichst kostengünstig zu erstellen. Dies ist, trotz einigen Rückschlägen, vollauf gelungen. Der "harte Kern" war über Monate jeden Abend und jedes Wochenende auf der Baustelle um die Arbeiten voranzutreiben. Mehrere Tausend Arbeitsstunden wurden für den Auf- und Abbau investiert. Massgeblich zum Erfolg dieses Dojo's haben der damalige Präsident Hannes Baumann und Heinz Mühlemann als "Bauchef" und Vizepräsident beigetragen. Somit konnte im Frühjahr 1996 das fertiggestellte Dojo den Mitgliedern des Vereins zu Trainingszwecken übergeben werden.

Heute zählt der Verein ca. 130 Mitglieder. Der Judo- und Selbstverteidungsclub Rothrist verfügt über ein sauberes helles Dojo mit der nötigen Infrastruktur und ist nicht nur in der Region bekannt. Verschiedene Anlässe, Turniere und auch kantonale Meisterschaften wurden in der über 18 jährigen Vereinsgeschichte organisiert. Alle mit grossem Erfolg. Noch immer trainieren ab und zu "Mitglieder der ersten Stunde" im Verein oder engagieren sich an Turnieren als Helfer. Dank innovativer Vorstands- und Vereinsmitglieder ist der Club auch heute noch eine feste Grösse unter den Schweizer Judoclubs.

Unser Dank gehört allen Helfern, von der ersten Stunde an bis jetzt, ohne die kein Verein existieren könnte.