Judo und seine Entstehung

 

 

 

Was ist Judo?

Judo ist eine japanische Kampfkunst, die auf den waffenlosen Techniken der Selbstverteidigung basiert. Um die Entstehung des Judo zu verstehen, muss man etwas weiter in der Geschichte Japans zurückblicken.
Um 1185 n. Chr. begann eine Zeit des Blutvergiessens und der fast ununterbrochenen Kriege in Japan. Zu dieser Zeit begann der Aufstieg der Samurai. Sie waren Krieger, die durch einen Ehrenkodex (Bushido = Weg des Kriegers), auf Gedeih und Verderben an ihre Herren gebunden waren. Sie entwickelten zahlreiche bewaffnete und unbewaffnete geheime Kampfkünste (Bu-Jutsu). Das Ju-Jitsu war nur eine davon.

Ju-Jitsu hatte seinen Ursprung im Nahkampf. Die dort entwickelten Techniken wurden in einem System zusammengefasst. Daraus entstand eine Kampart ohne Waffen. Tritte, Schläge, Würfe und Gelenkhebel kamen dabei zur Anwendung, welche immer weiterentwickelt wurden.

 

Vom Ju-Jitsu zum heutigen Judo

1860 wurde JIGORO KANO in Japan geboren. Er erlernte vorerst in zwei Ju-Jitsu Schulen die Techniken bis zur Perfektion. Seine unermüdliche Energie verhalf ihm in weiteren Schulen und bei Grossmeistern die Kampfkünste zu lernen - und zu verstehen. Er gewann Einblicke in die geheimen schriftlichen Aufzeichnungen über die Kriegskünste "Densho".

JIGORO KANO schuf mit samt seiner Erfahrung und eigenen Ideen ein neues System. Er nannte es KODOKAN-JUDO. Er selbst sagte: "Was ich lehre, ist nicht bloss Jitsu - Kunst oder Technik. Natürlich lehre ich Ju-Jitsu, - aber es ist DO (Weg oder Prinzip) worauf ich Wert legen möchte!". KODOKAN-JUDO deshalb, weil er sein erstes Dojo KODOKAN nannte, was übersetzt "Ort zum Studium des Weges" heisst. KANO verstarb 1938 auf der Rückfahrt von einer IOC-Konferenz.

Sein Leitmotiv war: "Sei Ryoku Zen'Yo" - "Wende deine Energie zum Guten"

 

Die Judoregeln

Im Judowettkampf gibt es viele Regeln und für den Laien ist das Verfolgen eines Kampfes eine schwierige Angelegenheit. Schläge und Tritte sind verboten, man erringt den Sieg durch Wurf-, Festhalte-, Würge- und Hebeltechniken.

Im Wettkampf kann man den Sieg auf verschiedene Arten erringen:

1. Eine Technik wird so perfekt ausgeführt, dass der Kampfrichter Ippon gibt.
2. Der Gegner wird 20 Sekunden lang am Boden und auf dem Rücken festgehalten.
3. Man zwingt den Gegner aufzugeben, indem man eine Würge- oder Hebeltechnik ansetzt.
4. Man hat nach Ablauf der offiziellen Kampfzeit eine höhere Wertung erzielt.

Die im Stand und Boden angewandten Techniken werden vom leitenden Kampfrichter gewertet ( Waza-ari, Ippon). Verbotene Handlungen werden mit Strafen geahndet und können bis zur Disqualifikation führen.